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Die abgerundeten Formen prägen besonders den Charakter des neuen, modernen Designs. Zu den Innovationen des neuen Cherokee gehört auch die hohe Dachlinie. Sie bietet mehr Platz im Innenraum und sorgt optisch für neuen Wind, leider erinnert sie aber auch sehr stark an Designelemente aus Fernost. Fans des kantigen Urgesteins werden ihre liebe Mühe haben, Parallelen zum Vorgänger zu ziehen. Das vollkommen neue Fahrwerk des Jeep Cherokee besteht aus einer Einzelradaufhängung vorn mit vier Aufhängpunkten und einer leider immer noch starren Hinterachse. Hier wie auch beim immer noch manuell zuschaltbaren Allradbetrieb beweist der neue Cherokee wahre Tradition. Die kurzen Überhänge vorn und hinten sowie eine Bodenfreiheit von fast 20 cm, ergeben Böschungswinkel von 38,1° vorne und 32,4° hinten. Dank einer idealen Achsgeometrie und den langen Federwegen bietet der Cherokee beste Voraussetzungen für jede Kletterpartie. Robuste Querlenker sorgen dafür, dass die Reifen stets Kontakt zum Untergrund halten. Eine extrem stabile Aufhängung sowie progressive Schraubfedern und neue Stossdämpfer geben hohe Fahrsicherheit. Dazu trägt auch die zum ersten Mal in einem Jeep eingebaute neue Zahnstangenlenkung bei. Sie ist mitverantwortlich für die äusserst präzisen Handlingeigenschaften. Die Karosserie neigt sich dank der neuen Fahrdynamik kaum und der Wagen folg seiner Spur. Selbst scharfes Abbremsen oder Fahren in engen Kurven bringen den Cherokee nicht aus der Ruhe. Die neue Lenkung vermittelt jederzeit ein sicheres Gefühl für die Strasse. Der neue Cherokee fährt sich auf Asphalt wie eine Limousine, mit den zusätzlichen Sicherheitsmerkmalen die ein Allradantrieb bei widrigen Strassenverhältnissen bietet. Eine alte Binsenweissheit besagt, dass ein starker Antrieb die beste Voraussetzung für überzeugende Fahrleistungen ist. Herzstück unsers feuerroten Spielmobils war der moderne 2.5 Liter CRD-Motor. Im Prospekt verspricht der Common-Rail 16-Ventiler mit elektronischer Hochdruck-Einspritzpumpe wahre Wunder. In der Praxis ist dem leider gar nicht so. Selten enttäuschte uns ein modernes Aggregat derart durch sein schlechtes Ansprechverhalten. Fast schon gefährlich lang braucht dieser Vierzylinder selbst bei sekundenlanger Vollgasstellung um auf Touren zu kommen. Da uns in manchen Situationen ernsthaft warm ums Herz wurde, können wir beim besten Willen in Punkto Motorisierung hier kein Auge zudrücken. 142 PS und 343 Nm taugen besonders bei Dieselmotoren nicht viel, wenn sie nicht ab Drehzahlkeller nutzbar sind. Tadel, wenngleich weniger, verdient auch das hakelige und etwas schwammige Fünfgangschaltgetriebe. Da seit Jahr und Tag immer ein Cherokee 4.0 oder ein Wrangler 4.0 zu unserm Fuhrpark zählt, waren wir um so mehr enttäuscht über den neuen Cherokee 2.5 CRD Sport. Will man mit dem neuen Cherokee glücklich werden, ist es unbedingt ratsam sich für den 3.7 Liter V6 Motor mit dem 4-Stufen Automatikgetriebe zu entscheiden. Abgesehen von der Motorenauswahl ist der neue Cherokee alles in allem sicherlich kein schlechtes Fahrzeug, da man viel Wert auf Verarbeitung und Materialien gelegt hat. Innen bietet der Cherokee mehr Platz als der Vorgänger. In Sachen Sicherheit und Komfort hat der Cherokee jetzt auch den Sprung ins neue Jahrtausend geschafft. Fazit: Innovation oder Stilbruch?! Eines ist sicher: Es ist nicht leicht einer Legende ein neues Gesicht zu geben. Pascal Berchem.
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