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Im allgemeinen bekommen wir unsere Testwagen mit freundlicher Unterstützung der jeweiligen ansässigen Händler oder Hersteller. Dass dem nicht immer so ist, beweist dieses Testfahrzeug. Scheinbar passen wir hierzulande mit unserer Art einer ganz bestimmten Person nicht in den Kram. Da uns solche Kindereien aber nicht an unserem Unternehmen hindern können, sahen wir uns anderwärtig um. Freundlicher Empfang und Interesse an unserer Arbeit sind uns sowieso allemal lieber, als die diktatorische Arroganz eines sicherlich erfolgreichen aber degenerierten Megalomanen, der jeden für seinen Hampelmann hält. Engstirnig ist der Mini im Gegensatz zu manchen Menschen absolut nicht, wobei wir so langsam beim eigentlichen Thema wären. Die Ankündigung eines Mini-revivals liess viele Herzen höher schlagen. Der Ur-Mini wurde nach einer Konstruktion von Alec Issigonis im Sommer 1959 herausgebracht. Der schmächtige viersitzige nur 3.05 m lange Kleinwagen stellte erstmals den Diagonal-Motor mit Vorderradantrieb vor. Der Mini fand viele Anhänger und wurde für Generationen zum Kultobjekt. Nicht nur praktische und moderne Aspekte machten den Mini so beliebt. Der Mini konnte auch sportliche Erfolge erzielen. (zweifacher Monte Sieger, 65 und 66). Trotz seiner ursprünglich kleinen Motorisierung von 848 ccm, hatte man sehr viel Fahrspass. Im direkten Vergleich mit seinen Konkurrenten, dem Käfer oder der Ente, war der Mini schon damals ein viel schnelleres Fahrzeug und verfügte über ein sportlicheres Fahrverhalten. Ob es den Machern von heute wohl gelingen würde die typischen Eigenschaften dieser Legende mit den modernen Anforderungen übereinstimmen zu können? Diese Sorge plagte nicht nur lange Zeit die Puristen, sondern auch uns. Eines steht fest: Die Coverversion des Minis ist länger, breiter und fast doppelt so schwer als der Ur-Mini. Die Frage, ob man den Mini noch als "mini" bezeichnen darf, drängt sich uns unweigerlich auf. Optisch ist der neue ganz klar eine Anlehnung an den flotten Kleinwagen der frühen Sechziger. Angesichts der Dimensionen und des Platzangebotes verdient ein Smart wohl eher den Namen. Aber nun mal Spass bei Seite: Der Mini geht mit der Zeit und liegt voll im Trend. Er bietet alles was das Herz begehrt. Er weckt Emotionen bei jung und alt. Technisch ist er mit allen Raffinessen ausgestattet die man (oder Frau) heute so braucht. Wie man unschwer auf den Bildern erkennen kann wirkt unser aufgemotzter Mini Cooper mit den riesigen 17-Zöllern einfach bärenstark.. Klassische Linienführung und moderne Designelemente harmonisieren derart gut miteinander, dass man fast glaubt es hätte nie anders sein können. Putzige Details, die anderswo kitschig wirken würden, machen aus dem Mini ein echtes Kunstwerk. Zu den absoluten Stärken dieses Flitzers gehört zweifellos die ultra präzise Lenkung, das super Fahrwerk und die gross dimensionierte Bremsanlage. Langer Radstand, breite Spur und niedriger Schwerpunkt sind die übrigen Zutaten, welche Würze in das Fahrverhalten des neuen Mini Cooper bringen. Vom dem 1.6 Liter Motor hatten wir allerdings etwas mehr Pfiff erwartet. Die 115 PS liefern nicht den erwarteten Dampf. Schuld daran ist das hohe Leergewicht von 1125 Kg und das nicht ideal abgestimmte Sechsgang-Getriebe. Schade. Die Verarbeitungsqualität ist gut, aber nicht auf BMW-Niveau. Bis auf einige unnötige Parasitengeräusche stand unserem Fahrspass mit dieser Fahrmaschine nichts im Wege. Fazit: Der neue Mini ist schon jetzt ein Sympathieträger. Selbst bei dem hohen Einstiegspreis von etwa 13.000.- Eur könnte der neue Mini die Legende einer Legende werden. Mal sehen, was die Zukunft bringt! Pascal Berchem.
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