|








|
Noblesse
oblige.
Der neue
Range Rover ist erst die siebte Neukonstruktion aus dem Hause Land Rover
überhaupt. Rund 1.5 Milliarden Euro hat die Geländewagenfirma
in diesen nobel Off-Roader investiert.
Von aussen ist der Fünftürer eine verblüffende Symbiose
aus erster und zweiter Generation. Gepaart mit modernsten Stilelementen
wirkt er dennoch ziemlich eckig, um nicht zu sagen klobig.
Die Karosserieform ist unverwechselbar. Die hinter rechteckigen Klarglassabdeckungen
platzierten Xenon-Scheinwerfer heben sich ab. Auch die farblich abgesetzten
Lufteinlässe an den Vorderkotflügeln sind neu. Der neue Range
ist deutlich grösser und geräumiger als seine Vorgänger.
Technisch bleibt nichts mehr wie es war: die Karosserie ist selbsttragend
ausgeführt. Ihre Struktur besteht aus Stahl, aber fast alle Aussenbleche
sind aus Aluminium. Statt über Starrachsen vorn und hinten wie bisher
verfügt der Range nun über eine zeitgemässe Einzelradaufhängung.
Hohen Anspruch untermauert der Range Rover auch bei der Innenausstattung.
Neben dem grosszügigen Platzangebot vorne wie hinten überzeugt
auch das klare, funktionale Design der Instrumententafel. Der luxuriös
eingerichtete Innenraum erinnert in Stilelementen an eine Luxuslimousine.
Der Range Rover ist dennoch ein Geländewagen reinsten Wassers und
der hauseigene Werbeslogan "Tough Luxury" zu deutsch "robuster
Luxus" umschreibt dieses Flagschiff eigentlich sehr treffend.
Allradtechnik vom feinsten schafft nicht nur beeindruckende Offroadqualitäten,
sondern macht auch dem Fahrer das Leben leichter. Das Reduktionsgetriebe
wird sogar während der Fahrt per Knopfdruck aktiviert. Das zentrale
Torsen-Differenzial sorgt automatisch für die nötige Sperrwirkung
zwischen Vorder- und Hinterachse. Elektronisch gesteuerter Bremseneingriff
lässt die Kraft jeweils zu dem Rad einer Achse fliessen, welches
den besten Grip findet.
Für Bergabfahrten gibt es zudem eine Hill Descent Control, die per
Bremseneingriff das Tempo auf Schrittgeschwindigkeit reduziert. Aktiv
wird sie allerdings selten, da die sehr kurze Übersetzung im Low-Range-Modus
dafür sorgt, dass der Range auch grimmige Gefälle höchst
gemächlich hinabkriecht. Die Luftfederung trägt ihren Teil dazu
bei, dass der Range fast überall durchkommt. Sie erlaubt eine Erhöhung
der Bodenfreiheit auf bis zu 28 Zentimeter und gleicht einseitiges Einfedern
so harmonisch aus, dass Rollbewegungen um die Längsachse auf unebenem
Terrain stark reduziert werden.
BMW-Technik ist omnipräsent und bewaffnet den neuen Range mit allen
erdenklichen technischen und Sicherheitsfeatures.
Der BMW 4.4 Liter 8-Zylinder sorgt für ordentlich Dampf. Die weich
schaltende Fünfgang-Automatik und die obenerwähnte Luftfederung
lassen keinen Zweifel zu: Die Betonung liegt eindeutig auf komfortabler
Fortbewegung nach Gutsherren-Art.
Fazit: Selbst
bei einem Basispreis von knapp 60.000.- Euro ist der neue Range Rover
mehr denn je, das was ihn schon vor 30 Jahren berühmt machte: Seine
Lordschaft unter den Geländewagen.
Pascal Berchem.
|