Adrenalin
Pur!
Der Slogan ist so knapp bemessen wie die Annehmlichkeiten des Autos:
Ungefiltertes Fahrvergnügen verspricht Opel seinen
Speedsterkunden, sofern sie auf unnötigen Schnickschnack verzichten
können.
Um die Aerodynamik des kessen Roadsters zu optimieren, bekam er eine
größere Frontspoilerlippe und einen in Wagenfarbe lackierten
Heckspoiler. Das todsichere Erkennungszeichen des Speedster Turbo sind
die seitlich ausgestellten Lufthutzen mit denen das Turbotriebwerk seinen
zusätzlichen Lufthunger stillt.
Warmduscher und sonstige verwöhnte Softis werden ihn wegen fehlender
Klimaanlage, Sitzheizung und elektrischen Fensterheber usw. wohl nicht
sehr mögen. Entsprechend kompromisslos setzt sich die restliche
Ausstattung fort: Sitzschalen im Renntrimm, Rennbremsen, Sportdämpfer,
doppelte Dreiecksquerlenker, 17-Zoll-Hinterreifen im Format 225/45 und
175/55er an der Vorderachse. Breitenunterschiede fast wie in Formel-Rennwagen.
Leicht und einfach muss die Leistung entstehen. Gut, dass im Hause Opel
ein hervorragender Gross-Serien-Turbomotor zur Verfügung steht.
Der Speedster mit Turbomotor ist derart radikal, dass ein Vergleich
mit kräftigen aber zivilisierten Roadstern kaum Sinn macht.
Per silbernem Startknopf erwacht das 200 PS-starke 2.0 Liter Triebwerk
mit beeidruckendem Sound zum Leben. In nur 4.9 Sekunden beschleunigt
der 930 Kilo leichte Flachmann von 0 auf 100km/h. 250 Nm Drehmoment
drängen ohne Turboloch schon ab 1950 U/min voran. Spitzenwerte,
welche dem Speedster Turbo die Eintrittskarte zum automobilen Olymp
garantieren.
Der Speedster Turbo ist konsequent auf Fahrdynamik getrimmt. Das Fahrwerk
ist gegenüber dem Saug-Speedster noch straffer abgestimmt und kündigt
zuverlässig den Grenzbereich an. Driftversuche sind an der Tagesordung.
Trotz fehlendem ESP saust dieser wilde Hund wie auf Schienen über
den Asphalt. Geschwindigkeiten jenseits von Gut und Böse verlangen
jedoch eine Portion Mut, die herrlich direkte Lenkung auf Kurs zu halten.
Trotz der enormen Fahrleistungen ist der Speedster Turbo aber nie kapriziös
zumindest nicht auf trockner Fahrbahn.
Zum Schluss ein warnendes Fazit an alle Weicheier und besonders aber
an alle Anfänger: Lasst die Finger davon!
Pascal
Berchem