Die
neue E-Klasse im Test.
Die Domäne von Mercedes-Benz ist seit jeher das Premium-Segment.
Die E-Klasse verkörpert dabei wie kein anderes Fahrzeug die Stuttgarter
Automarke. Mercedes hat zwei Milliarden Euro in die Entwicklung der
neuen E-Klasse investiert.
Nach dem Motto: "Vier Augen werden mehr gesehen als zwei!"
hat jetzt auch die neue E-Klasse das auffällige Markengesicht mit
den vier ovalen Scheinwerfern. Die dynamische Front und die High-Tech-Leuchten
sehen gewichtig und sportlich aus. Das fliessend schlanke Design der
Limousine sticht ebenso ins Auge. Trotz einer Länge von 4.82 Metern
wirkt die neue E-Klasse bei weitem nicht so klobig wie das Vorgänger-Model.
Der Innenraum bietet einen ähnlich angenehmen Genuss. Detailverliebte
und verspielte Menschen werden ihre wahre Freude an der Schar von Fächern
und Bedienelementen haben die sich hier anbieten. Sitzkomfort und Platzangebot
sind standesgemäss gut. Die Verarbeitungsqualität der E-Klasse
überzeugt und unterstreicht wie nicht anders zu erwarten das traditionelle
Top-Niveau der Marke.
Der sauber verkleidete Kofferraum zeigt mit 540 Litern Stauraum beachtliche
Grösse. Der Volumenerweiterung gegenüber der bisherigen E-Klasse
um 20 Liter fiel jedoch der Reservereifen zum Opfer. Den ersetzt jetzt
ein Reifen-Dichtmittel.
Wie in unserem Testwagen lassen sich gegen Aufpreis erstmalig in der
E-Klasse die Rücksitze im Verhältnis 60:40 umlegen. Die nahezu
ebene Ladefläche erstreckt sich auf eine Länge von 1.74 Metern.
Wer eine E-Klasse mit mehr Stauraum will, muss bis 2003 auf die Markteinführung
des T-Modells warten.
Das Fahrwerk zeigt sich wie gehabt von kommoder Natur. Damit ist sanftes
Dahingleiten auf der Autobahn weiterhin garantiert. Dem einen oder anderen
dürfte diese Abstimmung jedoch zu schwammig sein. Sportlichen Ansprüchen
wird die neue optionale Luftfederung Airmatic DC gerecht. Die Einstellmöglichkeiten
variieren zwischen sehr komfortabel und sehr sportlich. Die straffste
Stufe bietet eine Einstellung wie man sie bisher nur mit einem Sportfahrwerk
bekam.
Für mehr Sicherheit soll die sensorische Bremskontrolle SBC sorgen.
Der Tritt auf das Bremspedal wird an einen Mikro-Computer weitergeleitet
und in einen für die Fahrsituation möglichst optimalen Bremsdruck
umgerechnet. Daran muss man sich zunächst einmal gewöhnen.
Weitere neue Sicherheitsfeatures sind Upfront-Sensorik, Überroll-Sensorik
und Beifahrer-Gewichtserkennung. Sie steuern Gurtstraffer, Gurtkraftbegrenzer
und Fontairbags je nach Unfallart. Der Überschlagsensor aktiviert
bei sich überschlagendem Fahrzeug Gurtstraffer und Window-Airbags.
Im Vergleich zum Vorgänger-Modell wurde die neue E-Klasse deutlich
verbessert. So auch der 224 PS-starke 3.2 Liter V6-Motor. Bisherige
Tugenden sind ihr geblieben.
Fazit:
Mit den zahlreichen Verbesserungen, attraktiven neuen Extras und einer
bestechenden Optik innen und aussen ist sie ein überaus würdiger
Nachfolger des Sternträgers aus der Oberklasse. Wir für unseren
Teil sind die beste E-Klasse aller Zeiten gefahren. Ob sich die Kundschaft
beim Basispreis von knapp 45.000.- Euro für den E 320 gleichermassen
positiv angesprochen fühlt, bleibt abzuwarten.
Pascal
Berchem