Toyota Yaris T-Sport
Kleiner Muskelprotz aus Fernost!

 

Neben dem Toyota Celica präsentierte der japanische Konzern auf dem diesjährigen Autosalon in Genf auch den Yaris in der technisch wie optisch aufgemotzten TS Version. In Anbetracht Toyotas weltweiten sportlichen Erfolgen und dem bevorstehenden Auftakt in der Formel 1 ist dieses neue Label sicherlich gerechtfertigt. Celica und Yaris werden nicht die alleinigen Bevorzugten dieser Vitaminspritze bleiben. Andere Modelle werden in Zukunft folgen. Aufmerksame Leser werden sich erinnern, dass wir den Celica TS bereits zu Gast hatten, demnach waren wir um so gespannter auf den Yaris TS.

In der Klasse der Ultrakompakten, um nicht zu sagen Kleinwagen, belegt der Yaris TS zumindest auf dem Papier einen der ersten Plätze in der Hitparade.

Wir konnten uns vergangene Woche persönlich davon überzeugen, dass der Yaris TS mehr als nur ein Papiertiger ist.

Herzstück des Yaris TS ist der 106 PS starke 1.5 Liter VVT-i Motor. Um den nunmehr sportlichen Leistung gerecht zu werden, scheute Toyota keine Mühe, den eher zahmen Yaris technisch fit zu machen. Verstärkungen am Rahmen verringern die Torsion und das überarbeitete Fahrwerk bringt mehr Stabilität. Vier Scheibenbremsen in Kombination mit serienmäßigem ABS und EBD sorgen für angemessene Verzögerungswerte. Die rundum 20 mm tiefergelegte Karosserie verrät dem geschulten Blick ein Sportfahrwerk. Niederquerschnittreifen auf 15’’ Alufelgen tun das Übrige und runden das ganze ab. Der spezifische TS Karosserie-Kit verleiht dem Yaris mehr Dynamik und Sportlichkeit.

Innen überrascht der Yaris TS durch sportliche Details und wohlgeformte Sportsitze. Das eng abgestufte Schaltgetriebe funktioniert tadellos. Der Yaris TS hängt in jedem Gang hervorragend am Gas und sorgt somit für überaus sportliche Sensationen. Anders als beim Celica TS gefiel uns die lineare Leistungsentfaltung. Der Yaris TS reagiert prompt und durchzugsstark in jedem Drehbereich. 145 Nm Drehmoment bei 4.200 U/min ist ein durchaus vernünftiger Wert und absolut passend für eine zivile Nutzung auf unseren Strassen. Der Beschleunigungswert von 9 Sekunden von Null auf Hundert Kmh wird so manchen Klassenfeind beim Strassenrodeo von Ampel zu Ampel das Fürchten lehren. Die Höchstgeschwindigkeit von 190 Kmh ihrerseits wird sogar stärker motorisierte Autofahrer ins staunen versetzen.

Fazit: Alles in allem gefiel uns der 540.800.- Luf teuere Yaris TS sehr gut. Besonders die Leistungscharakteristik des Yaris TS gefiel uns sehr viel besser als die des Celica TS. TS steht demnach nicht immer nur für konsequente Leistungsausbeute.

Pascal Berchem.