Der neue Daewoo Kalos SE.
Ein Grieche aus Fernost!
Kalos ist das altgriechische Wort für Schönheit. Die Koreaner orientieren sich neuerdings immer öfter an europäischem Design. In der Form hebt sich der Kalos wohltuend von dem Fernost-Design ab. Kein Wunder, der Entwurf des Fünftürers stammt aus Guigaros Studio Italdesign.
Der Kalos debutiert mit einem 1.4 Liter Benzinmotor auf dem europäischen Markt, der aus seinen vier Zylindern 83 PS holt. Mit einem maximalen Drehmoment von 123 Nm bei 3.000 U/min gehört er allerdings nicht zu den durchzugsstärksten seiner Klasse. Die Höchstgeschwindigkeit von 170 Km/h ist OK für den kleinen Fronttriebler. Bei Steigungen geht ihm zuweilen leider die Puste aus und verlangt nach häufigen Gangwechsel.
Das Fahrverhalten ist unauffällig: Der Kalos liegt sicher auf der Strasse und ist gut beherrschbar. Er untersteuert in Kurven fronttriebler-typisch und kommt problemlos ohne ESP aus. Die Fahrwerksabstimmung ist komfortabel und ausgewogen. Beim bremsen bleibt er brav in der Spur, die Verzögerungswerte sind durchschnittlich. Mit seiner direkten leichtgängigen Lenkung ist der Klein-Koreaner handlich. Einparken ist dank hoher Sitzposition und guter Rundumsicht kein Ding der Unmöglichkeit.
Die weit vorgezogene Frontscheibe und das hohe Dach bringen erstaunliches Raumgefühl und viel Kopffreiheit
Der Daewoo Kalos SE ist zum Kampfpreis von 9.990.- Euro erstaunlich gut ausgestattet. Neben Doppel-Airbags, Servolenkung und ABS gibts Zentralverrieglung und elektrische Fensterheber vorn. Des weiteren gehören die beheizbaren Spiegel, Colorverglasung und sogar ein RDS-Kassettenradio zur Grundausstattung.
Fazit: Preis und Optik stimmen. Da Daewoo seit kurzem indirekt zum General-Motors-Konzern gehört, bleibt zum Schluss nur zu hoffen, dass dem Kalos damit der Weg zu anderen Motorenvarianten offen steht.
Pascal Berchem.