Der Renault Avantime - Mehr als nur ein Zwitter

 

Wir haben im Vorfeld der offiziellen Einführung des neuen Renault Avantime bereits mehrmals über dieses überraschende Fahrzeug berichtet. Zuletzt schrieben wir über den Avantime im Zusammenhang einer hervorragenden Präsentation von Renault Luxemburg. Renault hatte es sich nicht nehmen lassen, das neue Schmuckstück einigen glücklichen gebührend vorzustellen. Ausser dem üblichen Smalltalk und den köstlichen Leckereien bot sich erstmals die Gelegenheit den Avantime Probe zu fahren. Der Andrang war verständlicherweise gross, demnach mussten wir uns an diesem Tag mit einer kurzen Schnupperfahrt begnügen. Da wir aber bekanntlich immer bemüht sind unseren treuen Lesern möglichst rasch unsere ausführlichen Fahreindrücke mitzuteilen, freuten wir uns um so mehr, dass die Verantwortlichen von Renault Luxemburg unserer Redaktion den ersten in Luxemburg zugelassenen Avantime zwecks Test zu Verfügung stellte.

Was verbirgt sind denn nun eigentlich hinter dem Designernamen Avantime? Bei unserer Fahrt durchs Land verrenkten sich so manche Autofahrer und Passanten fast den Hals beim Anblick des Avantime. Ob diese Menschen nun Gutes oder Schlechtes dachten, können wir nicht beurteilen. Auf jeden Fall ist es ein unverkennbarer Beweis dafür, dass Renault etwas auffallend neues auf den Mark gebracht hat.

Wer nun denkt der Avantime sei nur eine Science-Fiction-Version des altbekannten Espace, der irrt. Wenngleich der neue Avantime auf der gleichen Plattform basiert und einige Bedienelemente und Armaturen stark an den Espace erinnern, so handelt es sich um ein ganz neues Konzept. Renaults neuste Kreation ist ein Spagat zwischen drei grundverschiedenen Konzepten. Der Avantime ist die weltweit erste Symbiose von Van, Coupé und Cabrio.

"Wie das denn?" werden sich manche fragen, nun die Antwort liegt auf der Hand. Der Avantime bietet: Erstens den Platz und die Multifunktionalität eines Vans mit grosser Heckklappe. Zweitens den Open-Air-Spass eines Cabrios dank eines riesen Glasschiebedachs, der versenkbaren Seitenfenster und der fehlenden B-Säule. Drittens der Avantime ist ganz klar ein Zwei-, respektiv Dreitürer.

Renault hat dieses Kabinettstückchen nicht nur spektakulär in Szene gesetzt, sondern eine neue Nische auf dem ach so belebten Automobilmarkt gefunden. Bravo!

Technisch ist der Avantime natürlich auch auf höchstem Niveau. Renault stattet den Avantime mit allen modernen Sicherheitsfeatures aus. Auch wenn noch keine unabhängigen Crashtests des Avantime vorliegen, kann man auf Grund der verstärkten Struktur der Fahrgastzelle und den vorgesehenen Knautschzonen davon ausgehen, dass auch dieser Renault in Sachen Sicherheit ganz oben stehen wird.

Komfort und Platz bietet der Avantime seinen Passagieren Vorne als auch Hinten reichlich, die Sitze sind wohlgeformt und bieten guten Seitenhalt.

Den Avantime gibt es momentan wahlweise mit zwei Benzinmotoren. Einmal mit dem 165 PS starken 2.0 Liter Turbomotor und wie in unserem Fall mit dem mehr als bewährten 3.0 Liter V6 Aggregat. Die 210 PS bekommen dem Avantime sehr gut, da sie durch das neue Sechsganggetriebe ordentlich bei Laune gehalten werden.

Fazit: Alles in allem ist der Avantime eines der Automobilen High-Lights dieses Jahres. Dieses Fahrzeug wird mit Sicherheit für kontroverse Diskussionen sorgen. Gegner und Befürworter werden sich den Mund fusselig reden. Böse Zungen werden ihn wohl als Zwitter bezeichnen. Andere wie wir, werden sich an ihm ergötzen. So oder so ist es Renault sehr hoch anzurechnen, dass man es dort wagt neue risikoreiche Wege zu gehen, und wer weiss?: " Wer zuerst kommt, malt zuerst!"

 

Pascal Berchem.