SMART ROADSTER:

 

Die neue Smart Roadster-Reihe:Playmobil oder Sportwagen?

Die neue Smart Roadster-Reihe: Playmobil oder Sportwagen?
Mit einer neuen Roadster-Reihe erweitert Smart sein Programm. Der neue kommt allerdings ganz anders daher als seine Brüder. Bauchige Kotflügel und kurzes Heck verleihen dem Roadster etwas freches.
Mit 3.42 Meter ist er zwar fast einen Meter länger als seine Brüder der City-Line, trotzdem wirkt er auf der Strasse eher wie ein größeres Spielzeug.
Drinnen gefallen das angenehme Raumgefühl sowie die sehr tiefe, gute Position hinter dem Lenkrad. Die Sitze lassen sich weit nach hinten rücken, sind bequem und bieten auch in Kurven ausgezeichneten Seitenhalt.
Das Cockpit und die Instrumente aus dem Legoland wirken billig, sind aber funktionell und klar gezeichnet.
Das Kofferraumvolumen ist naturgemäß knapp bemessen. Roadster und Roadster-Coupé bieten beide einen Kofferraum vorne unter der Haube. Die Heckform entscheidet über grösse und Format des Gepäckteils. Unser Test-Roadster Coupé mit Glaskuppel-Heck bietet ein relativ üppiges Volumen von 189 Litern.
Serienmäßig hat der Roadster ein Stoffverdeck, das sich auf Knopfdruck in etwa zehn Sekunden hinter den Sitzen ins Gepäckabteil faltet.
Als Antrieb steht im Augenblick nur der 0.7 Liter-Dreizylinder mit 82 PS zur Verfügung. Seine Kraft überträgt er über ein sequenzielles, automatisiertes Sechsganggetriebe. Schaltpaddel hinterm Lenkrad gibt es auf Wunsch im Sportpaket.
Die wackeren Fahrleistung sind nicht allein ein Verdienst des drehfreudigen und kernig klingenden Motörchens, sondern auch das Resultat des geringen Leergewichts von rund 800 Kg.
In den Kurven wirkt der neue Smart erfreulich frisch. Das verdankt er größtenteils seinem Heckmotor-Konzept und dem tiefen Schwerpunkt. Der Roadster lenkt spontan ein, zeigt wenig Seitenneigung und wedelt so wieselflink über Landstrassen, dass die Herzen höher schlagen.
Die Charakteristik der Antriebseinheit aber trübt den Fahrspaß. Die abrupten Zugkraftabbrechungen bedingt durch Turboloch und lange Schaltpausen erzwingen fast immer ein unfreiwilliges Verbeugen des Fahrers.
„Last but not least“ erzwingt auch der hohe Einstiegspreis von 15.000.- Euro ein weiteres Verbeugen dieses kultigen Spassmobils.


Pascal Berchem